Ab dem 10.12.2020 firmiert die HIT Hanseatische Inkasso-Treuhand GmbH als Intrum Hanseatische Inkasso-Treuhand GmbH und die DMV Debitoren Management- und Verwaltungsgesellschaft mbH als Intrum Debitoren Management GmbH 

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Wie steht es um das finanziellen Wohlergehen in Deutschland und Europa?

Wie steht es um das finanziellen Wohlergehen in Deutschland und Europa?

Wir bei Intrum haben es uns zur Aufgabe gemacht, als Vorreiter den Weg in eine gesunde Wirtschaft zu ebnen. Jeden Tag helfen unsere Mitarbeiter dabei, dass Menschen und Unternehmen schuldenfrei werden. Mit unserer jährlichen Studie, dem European Consumer Payment Report (ECPR), beleuchten wir die finanzielle Situation der Menschen in Deutschland und Europa. Seit zwei Jahren haben wir dazu ein weiteres Instrument etabliert – dem Barometer zum finanziellen Wohlergehen. Es vergleicht und verfolgt das finanzielle Wohlergehen der Verbraucher in 24 europäischen Märkten.

Barometer zum finanziellen Wohlergehen

Das Intrum Barometer zum finanziellen Wohlergehen ist ein Instrument zur Messung und zum einfachen Vergleich des finanziellen Wohlergehens der europäischen Verbraucher in 24 europäischen Märkten. „Finanzielles Wohlergehen“ bedeutet für uns, die finanzielle Sicherheit zu haben, um die täglichen Ausgabenbedürfnisse zu erfüllen und die Kontrolle über die eigenen Finanzen zu haben.

Das Barometer stellt für jedes Land eine Gesamtpunktzahl für das finanzielle Wohlergehen dar – ein aggregiertes Ranking, das die Punktzahlen (1-10) über drei Säulen hinweg kombiniert, einschließlich Berechnungen, die Schlüsselindikatoren in Bezug auf das Verhältnis von Verschuldung und Einkommen der Verbraucher berücksichtigen. Die drei Säulen setzen sich zusammen aus:

1. Fähigkeit, Rechnungen zu bezahlen

Das Level, auf dem die Verbraucher in der Lage sind, ihre Rechnungen zu bezahlen, der Anteil ihres Gehalts, der ihnen nach Begleichung ihrer monatlichen Rechnungen verbleibt (auf Umfragen basierende Indikatoren), und das verfügbare Brutto-Haushaltseinkommen pro Kopf (harte Daten).

2. Sparen für die Zukunft

Das Sparvermögen der Verbraucher pro Monat, ihre Fähigkeit, für ein unvorhergesehenes Ereignis zu sparen (umfrage-basierte Indikatoren), und die Bruttosparquote der Haushalte (harte Daten).

3. Finanzielle Bildung

Das Maß, in dem die Verbraucher grundlegende finanzielle Begriffe und Berechnungen verstehen (auf Umfragen basierende Indikatoren).

Länderergebnisse, Gesamtrangliste (Quelle: Intrum ECPR 2020)

Europäische Erkenntnisse

Deutschland behält Spitzenposition

Trotz anhaltender Einschränkungen der wirtschaftlichen Aktivität in Deutschland aufgrund von Covid-19 hat das Land den Spitzenplatz im diesjährigen Barometer gehalten. Konjunkturmaßnahmen und Arbeitsplatzschutzprogramme1 scheinen die Haushaltseinkommen abgeschirmt und es den Verbrauchern ermöglicht zu haben, ihre Rechnungen weiterhin pünktlich zu bezahlen. Die deutschen Verbraucher sind für ihre pragmatischen Ausgaben und ihren Fokus auf das Sparen bekannt, was sich in der Spitzenposition des Landes bei der Kategorie Sparen für die Zukunft widerspiegelt.

Südeuropa kämpft

In der Zwischenzeit haben sich die bereits bestehende Verschuldung der Haushalte und die finanzielle Instabilität der Verbraucher in Südeuropa durch die Covid-19-Pandemie verschlimmert, und Länder wie Italien, Spanien und Griechenland sind in der diesjährigen Barometer-Rangliste gefallen. Italiens Wirtschaft hat sich bereits Ende 20192 schwach entwickelt, und der starke Rückgang des Beschäftigungs-niveaus zwischen April und Mai 2020 hat die Fähigkeit der Verbraucher, ihre Rechnungen zu bezahlen und zu sparen, beeinträchtigt. Spaniens Arbeitskräfte sind in hohem Maße vom Tourismus abhängig, aber die Branche wurde durch Covid-19 im Jahr 2020 stark in Mitleidenschaft gezogen, und die Infektionsraten sind im Land höher als irgendwo sonst in Europa zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels3. Griechenland, dessen Arbeitslosenquote die höchste in Europa ist4 und dessen Nettosparquote der Haushalte 20185 bei -15,1 Prozent lag (die niedrigste in Europa), ist ein Non-Mover am unteren Ende der Rangliste und schneidet sowohl bei der Fähigkeit der Verbraucher, Rechnungen zu bezahlen als auch für die Zukunft zu sparen, schlecht ab.

Baltikum im Aufwind

Die baltischen Staaten haben die Covid-19-Krise besser als erwartet überstanden und im diesjährigen Barometer kräftig zugelegt und sind in der Rangliste deutlich nach oben gerutscht.

Die Beschränkungen der Wirtschaftstätigkeit haben sich erheblich auf den Konsum und das Beschäftigungsniveau ausgewirkt, aber die relativ niedrige Verschuldung der Haushalte  im Verhältnis zum Einkommen in allen baltischen Ländern6 in  Verbindung mit einer starken finanziellen Allgemeinbildung  bedeutet, dass Verbraucher aus dieser Region besser als viele andere in der Lage sind, die sich finanziell von der Covid-19-  Krise zu erholen. Bitte beachten Sie, dass der Aufstieg der baltischen Länder in der Rangliste der finanziellen Allgemeinbildung im Jahr 2020 auch eine Anpassung des Stichprobenprofils für diese Länder seit 2019 widerspiegelt.

 

Deutschland im Überblick

Die größte Volkswirtschaft Europas hat sich in Bezug auf das finanzielle Wohlergehen insgesamt an der Spitze gehalten, dank der Spitzenplätze sowohl bei der Fähigkeit, Rechnungen zu bezahlen, als auch beim Sparen für die Zukunft.

Das Land wurde durch die Spitzenplätze beim verfügbaren Brutto-Haushaltseinkommen pro Kopf (30.333 €) und bei der Sparquote der Haushalte (18,4%) oben gehalten, was die Fähigkeit der Verbraucher, ihre Rechnungen zu bezahlen und sich gegen unvorhergesehene Ereignisse zu schützen, gestärkt hat. Fast drei Viertel der deutschen Verbraucher (74%) bezahlten ihre Rechnungen in den letzten 12 Monaten pünktlich (europäischer Durchschnitt: 68%), und 46 Prozent sagen, dass ihr Einkommen gleich geblieben ist und gleich bleiben oder steigen sollte (europäischer Durchschnitt: 38%).

In der Kategorie “Finanzielle Bildung” ist das Land um neun Plätze zurückgefallen, da es im Finanzkalkulationstest, bei dem es das schlechteste Ergebnis in Europa erzielte, einen Rückstand aufwies.

(Quelle: Intrum ECPR 2020)

Ein Kreditmarkt, auf dem Menschen und Unternehmen effizient Kredite bereitstellen und erhalten können, ist eine Voraussetzung dafür, dass die Geschäftswelt funktionieren kann. Die Chancen für eine Gesellschaft und ihre Wirtschaft steigen, wenn Unternehmen recht­zeitig bezahlt werden, da sie so investieren, Arbeits­plätze schaffen und wachsen können. Gleichzeitig befreit sich der Einzelne von der Verschuldung und kann so seine Lebensumstände verbessern.

Intrum ist der branchenführende Anbieter von Credit Management Services mit einer Präsenz in 24 Märkten in Europa. Intrum unterstützt Unternehmen beim Erfolg, indem es Lösungen anbietet, die den Cashflow und die langfristige Rentabilität verbessern, und indem es sich um deren Kunden kümmert. Sicherzustellen, dass Einzelpersonen und Unternehmen die Unterstützung erhalten, die sie benötigen, um schuldenfrei zu werden, ist ein wichtiger Teil der Unternehmensmission. Intrum verfügt über ca. 10.000 engagierte Fachleute, die rund 80.000 Unternehmen in ganz Europa betreuen.

Wenn Sie mehr über den European Consumer Payment Report (ECPR) erfahren möchten, können Sie sie hier kostenfrei anfordern.

 

Quellen:

  • 1) https://www.ft.com/content/52ef5bed-071f-47e5-937e-6dbdcabebde7
  • 2) https://economics.rabobank.com/publications/2020/july/covid-19-devastating-impact-on-Italien-economy/
  • 3) https://www.reuters.com/article/Spanien-economy-unemployment-idUSL1N2HI0MU
  • 4) https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/une_rt_m/default/table?lang=en
  • 5) https://data.oecd.org/hha/household-savings.htm
  • 6) https://eng.lsm.lv/article/economy/economy/swedbank-baltic-economies-hit-less-than-expected-by-covid-19.a371700/