Ab dem 10.12.2020 firmiert die HIT Hanseatische Inkasso-Treuhand GmbH als Intrum Hanseatische Inkasso-Treuhand GmbH und die DMV Debitoren Management- und Verwaltungsgesellschaft mbH als Intrum Debitoren Management GmbH 

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Ein dramatisches Jahr für die europäischen Verbraucher: das finanzielle Wohlergehen nimmt nach Covid-19 weiter ab

1 von 3 Europäern (35 Prozent) hat als direkte Folge von Covid-19 Einkommensverluste erlitten, und fast die Hälfte (47 Prozent) gibt an, sich mehr Sorgen um ihre finanzielle Situation zu machen als zu irgendeinem anderen Zeitpunkt in ihrem Leben. Der European Consumer Payment Report 2020 zeichnet ein düsteres Bild des finanziellen Wohlergehens in Europa - unterstreicht aber auch das wachsende Interesse der Verbraucher an finanzieller Bildung.

Der jährliche European Consumer Payment Report von Intrum, in dem 24.000 europäische Verbraucher nach ihrer Meinung zu ihrem finanziellen Wohlergehen, ihren Konsumpräferenzen und ihrem Zahlungsverhalten befragt werden, deutet darauf hin, dass das finanzielle Wohlergehen in Europa im Gefolge von Covid-19 rückläufig ist.

1 von 3 (35 Prozent) hat aufgrund von Covid-19 Einkommensverluste erlitten

Etwas mehr als jeder dritte Befragte (35 Prozent) gibt an, als direkte Folge der Pandemie Einkommensverluste erlitten zu haben. Am stärksten betroffen sind junge Verbraucher; 50 Prozent der 18-21-Jährigen haben nach Covid-19 einen Einkommensrückgang erlebt. Auf regionaler Ebene sind die Einkommensverluste in Südeuropa am stärksten ausgeprägt, wobei Griechenland mit 49 Prozent an der Spitze steht, gefolgt von Portugal (47 Prozent), Italien (47 Prozent) und Spanien (43 Prozent).

"Die Umfrage deutet darauf hin, dass sich die Krise unverhältnismäßig stark auf Verbraucher auswirkt, die ohnehin schon über weniger sichere Finanzen verfügen, z.B. Menschen mit geringerem Einkommen, unzuverlässiger Beschäftigung oder schwierigen familiären Verpflichtungen", sagt Anders Engdahl, Präsident und CEO von Intrum.

Zusammenfassung der häufigsten Maßnahmen von Verbrauchern, die Einkommensverluste erlitten haben:

  • 57 Prozent kürzten die Ausgaben für unwesentliche Dinge
  • 21 Prozent suchten zusätzliche Arbeit/Aufgabe
  • 16 Prozent verließen sich auf ihre Ersparnisse

Der Stress der Verbraucher nimmt zu

In diesem Jahr gibt rund die Hälfte (47 Prozent) der 24.000 Befragten an, dass sie sich noch nie so um ihr finanzielles Wohlergehen gesorgt haben wie heute. Das höchste Stressniveau findet sich in Südeuropa. In Griechenland haben 49 Prozent der Befragten aufgrund der Pandemie Verdienstausfälle erlitten, und fast drei von vier Befragten (73 Prozent) geben an, sich noch nie so große Sorgen um ihre Finanzen gemacht zu haben wie heute.

Die Umfrage zeigt, dass die Auswirkungen auf das finanzielle Wohlergehen der nordeuropäischen Verbraucher bisher weniger schwerwiegend waren. Vergleichsweise bescheidene 29 Prozent der dänischen Verbraucher waren noch nie so besorgt um ihr finanzielles Wohlergehen, und weniger als 1 von 5 (19 Prozent) hat als direkte Folge von Covid-19 Einkommensverluste erlitten. Relativ geringe Sorgen um das finanzielle Wohlergehen finden sich auch in Schweden (36 Prozent) und Deutschland (37 Prozent).

Die Pandemie hat die Europäer dazu motiviert, ihre Finanzkenntnisse und ihre finanzielle Sicherheit zu verbessern

Ein Silberstreif am Horizont des Jahres 2020 ist, dass die europäischen Verbraucher deutliche Anstrengungen unternehmen, ihr Finanzwissen zu vertiefen und eine größere Kontrolle über ihre persönlichen Finanzen zu erlangen - 4 von 10 Europäern sagen, dass sie Schritte unternehmen, um ihre Finanzkenntnisse zu verbessern.
Die Lektüre der Finanzseiten der Zeitungen ist für diese europäischen Verbraucher die beliebteste Art, sich zu informieren (24 Prozent), gefolgt von Podcasts (13 Prozent).

Das Interesse der Verbraucher an einer Verbesserung der finanziellen Sicherheit insgesamt ist in Risikoländern in ganz Südeuropa am größten. In Portugal geben 66 Prozent der Befragten an, dass die Verbesserung der finanziellen Sicherheit für sie seit Beginn der Covid-19-Krise zu einer der wichtigsten Prioritäten geworden ist, gefolgt von Italien (55 Prozent). Dies steht im Vergleich zum europäischen Durchschnitt von 47 Prozent.

"In Anbetracht der unmittelbaren Auswirkungen der Covid-19-Krise und ihrer unbekannten längerfristigen Folgen bezweifeln wir, dass es viele Verbraucher gibt, die eine Investition in die Verbesserung des Wissens über die wichtigsten finanziellen Bedingungen und Konzepte bedauern würden. Der Besitz einschlägiger Finanzkenntnisse ist ein Ausgangspunkt für ein finanziell ausgeglichenes Leben und ein potenzieller Schlüssel für den Einzelnen, um den Herausforderungen der Pandemie zu begegnen", sagt Anders Engdahl.

Hier gelangen Sie zum Download des Reports.

Über den European Consumer Payment Report 2020

Der European Consumer Payment Report ist ein Instrument, um einen Einblick in den Alltag der europäischen Verbraucher, ihre Ausgaben und ihre Fähigkeit, ihre Haushaltsfinanzen auf monatlicher Basis zu verwalten, zu gewinnen. Der Bericht basiert auf einer externen Umfrage und Forschung, die von Longitude in 24 europäischen Ländern durchgeführt wurde. An der Ausgabe 2020 der Umfrage nahmen insgesamt 24.198 Verbraucher teil. Die Feldarbeit für die Studie wurde zwischen dem 28. August und dem 5. Oktober 2020 durchgeführt.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:
Anna Fall
Chief Brand & Communications Officer
+46 (0)709 96 98 21
anna.fall@intrum.com